Klimawandel? – Tu was!

Da ich auf meinem Blog relativ häufig Suchanfragen bezüglich der globalen Erwärmung (auch gerne „Globale Erderwärmung“ genannt) bekomme, gibt es diesen Beitrag auch als statische Seite.

Phrixus hat nun zum zweiten Mal „An Inconvenient Truth“ von Al Gore gesehen. Davor hat sie sich ein ganzes Semester lang mit der Erderwärmung, ihren Ursachen, Konsequenzen und den Märchen darüber auseinander gesetzt. Klar, das macht die Autorin nicht zu einer Expertin, aber zum informierten Laien allemal. Ein ganz beliebtes Märchen über den Klimawandel ist, es gäbe ihn nicht. Falsch. Das ist ein Märchen der Medien und Politiker. Alle Experten hingegen sind sich einig – den Klimawandel gibt es. Ja, da gab es neulich auf RTL diese Doku „Der große Klima-Schwindel“, die uns sagen sollte, dass das irgendwie nun doch alles Blödsinn ist. Jedoch haben sich die meisten der zitierten Wissenschaftler im Nachhinein vom Film distanziert und Filmemacher Martin Durkin erzählt nachweislich eine ganze Menge Blödsinn (nachzulesen hier).

Aber um nicht direkt von der Verleugnung zur Verzweiflung überzugehen (um es mal mit Al Gore zu sagen), ist hier Phrixus’ persönlicher Appell an Freunde, regelmäßige und zufällige Leser, etwas zu unternehmen. Das bringt doch eh nichts? Doch, das bringt was. Wenn nur genug Leute endlich anfangen, das Richtige zu tun, hat das einen Effekt. Ich bin mit Sicherheit kein utopisch-optimistischer Hippie (und selbst wenn!), aber wir haben einfach keine andere Wahl: Entweder wir ändern etwas, oder alles geht den Bach runter. Wir haben leider nur diesen einen Planeten. Ich richte diesen Aufruf an alle und möchte anmerken, dass es kein feiner Zug ist, sich zurückzulehnen, nach dem Motto ‘wenn es die anderen machen, muss ich ja nicht mehr’. Jeder von uns hat die Verantwortung, im Rahmen seiner Möglichkeiten zu handeln. Ausreden wie ‘Das bringt nichts’, ‘Das kann ich mir nicht leisten’, ‘Davon weiß ich nichts’ mögen für den einzelnen zwar bequem sein, gehen aber auf Kosten aller und sind verdammt unsportlich.

So, Freunde der seichten Unterhaltung, was also tun?

♦ Zuallererst: Informiere dich! Und zwar bitte nicht durchs Fernsehen oder Zeitschriften. Schaue „An Inconvenient Truth“ bzw. „Eine unbequeme Wahrheit„. Wenn du nicht auf Al Gore stehst, schau den Film trotzdem, er wird auch von Wissenschaftlern größtenteils positiv bewertet und ist gut verständlich. Wenn du lieber leicht wissenschaftlich Angehauchtes liest, lies „Der Klimawandel“ aus der Reihe „Wissen“ des C. H. Beck Verlages, geschrieben von Fachleuten für Laien.

♦ Besuch climatecrisis.org und schau unter „Take Action“, was du tun kannst.

♦ Besuch www.wearewhatwedo.de und fang an, mit ein paar Kleinigkeiten die Welt zu verbessern. (Gefunden bei Dennis, tolle Seite, danke dafür!)

Und jetzt geht’s los mit ein paar einfachen und nicht so einfachen Aktionen:

♦ Ersetzte deine Glühbirnen durch Energiesparlampen. Allein das hat einen Rieseneffekt auf den CO2-Ausstoß.

♦ Füll deinen Wasserkocher nur mit so viel Wasser, wie du gerade brauchst.

♦ Dreh im Winter die Heizung ein oder zwei Grad runter. Du merkst das kaum, aber es spart eine Menge Energie und CO2.

♦ Benutz weniger warmes Wasser. Wenn du im Bad diesen Wasserhahn hast, der nur mit einem drehbaren Hebel bedient wird („Einhandmischer“ oder „Einhebelmischer“), lass den Hebel nicht auf der Mitte stehen, wenn du kaltes Wasser willst. Du bekommst zwar kaltes Waser, es wird aber auch warmes Wasser beigemischt, kostet Energie und taucht auf deiner Rechnung auf.

♦ Schalte den Fernseher aus, wenn du nicht wirklich schaust. Und den Computer, wenn du ihn nicht brauchst.

♦ Schalte deine Elektrogeräte ganz aus. Nimm sie vom Netz, zieh den Stecker, benutz Mehrfachsteckdosen mit Schalter, egal. Sorg halt dafür, dass sie keinen Strom im Standby fressen, indem du sie ganz abstellst, wenn du sie nicht benutzt.

♦ Kauf Produkte aus recyceltem Papier.

♦ Kauf Nahrungsmittel aus deiner Region. Je näher bei dir die Lebensmittel hergestellt werden, desto weniger Energieverbrauch und Schadstoffe entstehen beim Transport. Also lieber Äpfel als Bananen.

♦ Iss weniger Fleisch. Das ist nicht nur gesund, sondern kann auch dein Signal als Verbaucher sein, denn Kühe produzieren unglaublich viel Methan, eines der fiesesten Treibhausgase.

♦ Kauf Bio-Produkte. Bei ökologischem Anbau speichern die Felder sehr viel mehr CO2 und nehmen es so aus der Atmosphäre.

♦ Fahr weniger Auto. Lauf kürzere Strecken, benutz auch mal öffentliche Verkehrsmittel. Das ist bestimmt nicht toll, hilft aber ungemein.

♦ Wenn du Auto fährst, prüfe wöchentlich deinen Reifendruck! Wenn du den richtigen Druck auf den Reifen hast, sparst du Benzin und reduzierst somit deinen Schadstoffausstoß!

♦ Stell auf „Öko-Strom“ um. Bei uns kostet der einen Viertelcent mehr pro Kilowattstunde – das lässt sich verkraften, oder? So viel sollte einem der Klimaschutz schon wert sein. Klar, da gibt es viel Kritik, es läuft sicherlich alles nicht so rund, wie es könnte, aber je mehr Leute Öko-Strom wollen, desto mehr müssen sich die Anbieter darauf einstellen.

♦ Kauf eher frische als tiefgefrorene Lebensmittel. Sachen einzufrieren und gefroren zu halten kostet viel Energie.

♦ Informiere andere Menschen. Ermutige sie, ebenfalls ihren Teil zum Klimaschutz beizutragen. Überzeuge deine Freunde, deine Eltern, deinen Arbeitgeber. Auch wenn dich alle für ein bisschen fanatisch halten, du tust das Richtige.

In diesem Sinne,
Eure Phrixus


About this entry