Auf den letzten Drücker
Guten Morgen, Freunde der Südsee!Jahahaha, die Hausarbeit ist fertig. Es ist zwanzig nach sechs, als ich diese Zeilen schreibe, und ich kann voller Stolz sagen, ich habe zwei Nächte durch gearbeitet. Viele werden sich an die Stirn tippen und denken, „das hätte die Bekloppte doch auch ganz gemütlich über zwei Wochen verteilt machen können! Wie blöd kann man denn sein!“
Ich möchte nur sagen: Ja und? Das kann doch jeder.
Aber wir wissen ja: Phrixus ist Avantgarde! Bohème! Phrixus ist anders! (Wie bereits in Bezug auf den Abwasch erwähnt wurde.)
Risiko! Grenzen austesten! Wo ist euer Sinn für Abenteuer?
Hier also meine persönliche Liste von Tips, wie man eine Hausarbeit in drei Tagen bzw. zwei Nächten schreiben kann. Ich bin ja ein Nachtmensch. Nein, ich habe noch nicht geschlafen!
♦ Keinen Kaffee! Höchsten eine Tasse auf zwölf Stunden. Kaffee regt zwar kurzfristig an, danach ist man aber zu nichts mehr zu gebrauchen, besonders, wenn man schon einige Stunden hinter und noch mehr vor sich hat.
♦ Stattdessen: Isotonische Getränke mit Mineralien und dem ganzen Quatsch.
♦ Auch super: Energieriegel. Die für Leistungssportler. Da gibt es in Drogeriemärkten riesige Sortimente, sodass jeder was finden kann, das ihm schmeckt.
♦ Ausreichend Pausen machen, zumindest alle 1 1/2 Stunden. Rumlaufen. Lachen. (Das fällt ach einer Weile nicht mehr so schwer…)
♦ Für die Arbeit generell: Kein Perfektionismus. Forscher fanden heraus: 20% der Leistung erzielen 80% des Ergebnisses. Die übrigen 80% Leistung, die man noch aufbringen könnte, um eine 100%ige Arbeit zu schreiben, sind einfach zu viel Aufwand und die Zeit dafür ist bereits verspielt.
♦ Nicht zu viel Literatur verwenden.
♦ Literatur quer lesen. Nur die allerwichtigsten Passagen verwenden und ein paar intelligent klingende Sätze einstreuen.
♦ Labern. Ihr wisst schon.
♦ Was ich persönlich herausgefunden habe: Eine Arbeit, die super recherchiert und auf 100% Leistung ausgelegt ist, sieht am Ende genauso aus wie eine, bei man nur Überblick über das Allerwichtigste hat und ansonsten alles weglässt. Der Unterschied fällt auf 15 bis 20 Seiten wirklich nicht ins Gewicht.
♦ Die Note muss dem Ego egal sein. Vier gewinnt.
Wenn jetzt noch Spongebob meine Gebete erhört hat und der Drucker in der Uni um die Uhrzeit schon wach ist, kann ich die Arbeit planmäßig um neun abgeben. Yeah, Baby, yeah!
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- Veröffentlicht:
- Donnerstag, 20. März 2008 / 7:36
- Kategorie:
- Curiouser and curiouser! - Alltag
- Schlagworte:
- Wooooooaaaaaaaaah!
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