Irrelevante Information und Schmerzmittelrezension
Der beste Tag für beginnende Erkältung mit Husten und fiesen Halsschmerzen?
Riiiiiiiiiiiiiischtisch! Der Tag der Präsentation im Hauptseminar.
Das beste Mittel gegen Halsschmerzen?
Etwas, das noch mehr Schmerzen macht, natürlich! Also, ran an den Ingwersud! Ja, Sud. Zwei große Stücke Ingwer schälen, in Scheibchen schnippeln, mit zwei zerstückelten Zitronen und drei Esslöffeln Zucker in 1 1/2 Liter Wasser aufkochen und dann 15 bis 30 Minuten köcheln lassen. Also, eigentlich 15, aber wenn man mit der Oma telefoniert eben 30. Dann tassenweise portioniert trinken, den Rest, den ihr nicht mehr wollt, weil das Zeug wirklich scheußlich ist, irgendwie abseihen, durch ein Sieb gießen, mit einer Kelle abschöpfen, was ihr wollt, seid doch mal kreativ, und in irgendwelche Behältnisse füllen, mir völlig egal, was ihr eben da habt. Soll sich im Kühlschrank einige Tage halten. Vielleicht drei oder so.
Das macht man in China so, weil in Deutschland ja erstmal lange belegt werden muss, ob so ein Naturscheiß wirklich hilft. Und wenn keiner Lust auf eine groß angelegte Studie hat, weil sowas, das man billig im Supermarkt kaufen kann, ist ja langweilig, dann wird eben nicht belegt, ob es eine medizinisch relevante Wirkung gibt und man lässt die Leute, die dann doch dran glauben, als Deppen, Wundergläubige und Hausmittelfetischisten dastehen. Jedenfalls gilt das in Asien als ein tolles, altes, funktionierendes Rezept gegen Erkältung. Gut, die trinken auch Schnaps mit eingelegten Tigerpenissen für die Potenz.
Da aber Ingwer für mich persönlich nicht auf einem Level mit Tigerpenisschnaps ist, halte ich Ingwersud für durchaus legitim. Das Zeug löst tatsächlich den Husten (ja, mehr als normaler Tee) und lässt einen durch Schärfe und pure Abartigkeit die Halsschmerzen vergessen. Und ich bilde mir ein, dass es tatsächlich besser wird, und das mehr als durch Dobendan Direkt und andere Medikamente.
Da ich meine Erkältungen grundsätzlich nutze, um jeweils ein bestimmtes Hausmittel durchzuprobieren (ich nenne das Motto-Erkältung), kann ich inzwischen ein kleines Fazit geben:
Gegen Halsschmerzen helfen Schmerzmittel aus der Apotheke, zumindest ist es meist besser als ganz ohne. Die Dinger machen einen im schlechtesten Fall aber auch total rammdösig und man sollte sehr darauf achten, wieviel man davon nimmt, man sollte verschiedene Schmerzmittel auf keinen Fall kombinieren, man muss nach den Wechselwirkungen gucken und ob sie die Leber oder die Magenschleimhaut sehr belasten. Trotzdem eine gute Sache.
Bei Hausmitteln hat man solche Probleme nicht bzw. man weiß einfach nichts davon, weil nicht genug erforscht und oft kein Beipackzettel vorhanden. Also, wenn irgendwas komisch ist, lieber einen richtigen Arzt fragen (falls es jemand nicht weiß: ich bin kein Arzt und ihr seid selbst für euch verantwortlich, also erzählt hinterher nicht, ich wär’s gewesen).
Gegen Halsschmerzen soll eine ganze, geschälte Knoblauchzehe helfen, gewickelt in ein kleines Stück Brot und gut durchgekaut. Was mit dem persönlichen Geruch passiert, wenn man eine ganze Knoblauchzehe isst, dürft ihr euch selbst ausmalen. Hilft kurzfristig tatsächlich, hält aber nicht lang vor. und alle Stunde eine Knoblauchzehe essen, das ist nun echt nicht das Schönste, was ich mir vorstellen kann.
Was spontan immer kurz hilft – und was man auch öfter wiederholen kann: Ein Löffel Honig. Mein Favorit ist Lindenblütenhonig, sehr gut soll bei Halsschmerzen aber auch Thymianhonig sein, den ich persönlich ein bisschen eklig finde. Honig gehört bei Erkältung auch immer in Tee oder heiße Milch, er ist in diesem Fall besser für die Gesundheit als doofer Zucker. Gelee Royal ist mein Geheimtip. Tee muss natürlich sein, Kamille und Pfefferminz sind bei Erkältung nie verkehrt, es gibt aber auch supidupi Teemischungen für röchelndes Volk.
Der Ingwersud schlägt bisher aber den normalen Tee, die Schmerzmittel und vor allem die Knoblauchzehe um Längen. Sollte natürlich nicht ausschließlich getrunken werden, ich weiß nicht, was dann mit meinem Magen-Darm-Trakt passiert und will es auch nicht herausfinden. Aber so drei bis vier Tassen am Tag sind schon angebracht, wenn’s akut ist.
Leider schlägt der Ingwersud in der Heilwirkung auch den heißen Grog, der das Motto meiner letzten Erkältung war. Allerdings nicht im Geschmack. Deshalb gibt es trotzdem Grog.
Außerdem trinken Piraten nunmal Grog, aye! Savvy?
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- Published:
- Dienstag, 10. Juni 2008 / 22:54
- Category:
- Leere Redundanz - Persönliches
- Tags:
- Erkältung, Halsschmerzen, Hausmittel, Husten, Ingwer, Schmerzmittel

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