Placibu-Profen

… da fällt mir ein, es gibt da ja auch diese Band, deren Alben im hiesigen SchMedia-Markt in der Rubrik „Plazebo“ stehen. Nun ja, darum geht es hier nicht. Auch nicht darum, dass mir die Leute heute die virtuelle Bude einrennen, nur weil jetze der neue Harry-Potter-Film kommt – und was läge näher, als mal wieder ordentlich Nacktfotos von Emma Watson zu googeln. Die es bei mir nicht gibt, aber das setzt sich einfach nicht fest in den ganzen notgeilen Hirnen.

Nun ja. Themenwechsel: Japanische Pornos. Die durfte ich mir gestern den ganzen Abend lang angucken, weil mir mein lieber Freund Harry Wotton auf Teufel komm raus beweisen wollte, wie schrecklich die sind und die Damen in den entsprechenden Filmen sehr zu leiden scheinen oder zumindest so tun, weil das vom japanischen Publikum wohl so gewünscht wird.  Der Vorführeffekt griff ein und wir fanden im Netz natürlich nur solche Filme, in denen die Damen ausgesprochen fröhlich dreinschauten und diversen Besamungen freudig entgegensahen. Nun ja.

Darum sollte es hier eigentlich auch nicht gehen, diese ganze Nacktfoto-Sucherei bringt einen allerdings fast schon von selbst auf derlei Themen. Mein lieber Freund Harry Wotton jedenfalls, bevor es dann um die Pornos ging, erzählte mir gestern auch erfreut von seiner neuen Medikation. Er nähme jetzt Placebos.

Ob das denn auch funktionieren würde, wenn man sich bewusst sei, dass es sich um Placebos handele, wollte ich wissen. Ja, natürlich! Wieso denn nicht. Die Nebenwirkungen würden eben wegfallen und es sei viel gesünder, als immerzu Schmerzmittel und dergleichen einzunehmen. Er nähme jetzt stattdessen Placibu-Profen gegen Schmerzen und Balance32 für sein inneres Gleichgewicht. Unsichtbar, natürlich. Unsichtbar?!

Ja, unsichtbare Placebos.

Aha. Gut. Nicht nur Placebos, sondern imaginäre Placebos. Warum nicht. Und? Wie das denn sei?

Naja, Balance32 nähme er ja erst seit gestern, deshalb könne er es noch nicht genau sagen.  Aber er habe sich heute schon viel ausgeglichener gefühlt. Als mein Lachanfall vorbei war, ergänzte er, tja, und Placibu-Profen habe er gestern abend leider vergessen einzunehmen. Na, zum Glück nahm er es dann an diesem Abend ein, irgendwann zwischen den Pornos und Dostojewski.

Denn sein Schreibstil sei ein bisschen das Gegenteil von Dostojewski, wie er mich aufklärte. Der habe ja in seinen Romanen unheimlich viele Charaktere mit unheimlich vielen Namen. Er hingegen habe in seinen Geschichten unheimlich wenige Charaktere mit noch weniger Namen.

All das – und auch, dass ich noch mehr skrupellose Freunde haben, zum Beispiel jewlz, die kleinere Schulden (5€) per Überweisung begleicht… mit dem Betreff „F. SEXUELLE GEFÄLLIGKEITEN“ – überzeugt mich immer wieder, dass ich es nicht besser hätte treffen können im Leben.

Meine Freunde…All reality, none of it scripted.

Sonnenschein (zu kauz): Und? Was macht dein Herz?

kauz: Huh?

Sonnenschein: Ja, geht’s gut?

kauz: Ja, schon.

Sonnenschein: Schön. Dann ist ja gut. (Pause) … so lange es schlägt.

Phrixus: Machst du dir Sorgen, dass kauz’ Herz aufhört zu schlagen?!?!

Sonnenschein: Im Gegenteil, ich mache mir Sorgen, dass MEIN Herz aufhört zu schlagen. Ernsthaft.


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