Table of Random Encounters (3): Der Gandalf-Effekt

Eure Lieblings-Spielleiterin leidet.

(Gut, mit den meisten von euch habe ich noch nie gespielt, aber im Ernst, ich leite einfach awesome. Aber genug von meinen verzweifelten Versuchen, mich selbst aufzuheitern.)

Und zwar leide ich an etwas, das ich von nun an den Gandalf-Effekt nennen möchte. Kann sich jemand vorstellen, was das ist?

Fangen wir mal so an: Gandalf ist ziemlich alt und scheint den totalen Überblick zu haben. Er kann alles, fädelt alles ein, kennt jeden, ist überall, jeder kennt ihn und überhaupt. Ist doch so, oder? Oder? Gandalf gilt vielen Fans als Canon Sue, also die nicht-fanfic Version der Mary Sue. Gandalf ist zu krass, und wären wir in einem Rollenspiel, ich hörte schon die Zilliarden von RPG-Forennutzern schreien: imba!!! Das geht nicht, der kann zu viel! Was wohl auch der Grund für den jedem Dork Tower-Fan bekannten I KILL GANDALF!-Effekt sein könnte.

Und das ist, worunter ich leide, oder besser: eine ansehnliche Menge meiner NSC. Meine Spieler halten sie für zu mächtig, zu krass, zu cool. Daraus wird mir nie ein direkter Vorwurf gemacht, aber einige (nicht alle) meine Spieler haben bei verschiedenen NSC das “untrügliche” Gefühl, dieser könnte sie mit einem Blick pulverisieren. Oder er würde ihnen die Schau stehlen, da er im Notfall alles könnte, was sie können, und das auch noch alles gleichzeitig, rückwärts, jonglierend, auf einem Bein stehend und singend. Und nun kommen wir zum Gandalf-Effekt. Auch dieser wird Dork Tower-Fans bekannt sein:

Was genau kann Gandalf eigentlich? Was tut er tatsächlich im Roman? Bitte genau nachlesen.

  • Er kann Licht machen.
  • Er kann hübsches Feuerwerk.
  • Er kann mit Motten und Pferden reden.

Eventuell kann er Balrogs aufhalten, indem er sie anschreit, aber ich persönlich denke, auch das ist dem oben beschriebenen Effekt geschuldet, dem der Balrog selbst ebenfalls unterliegt und plötzlich einfach unsicher wird.

Und was kann Gandalf nicht?

  • Rechtzeitig den Einen Ring erkennen.
  • Sich nicht von Saruman den Hintern versohlen lassen.
  • Schnee schmelzen lassen (nicht mal ein simpler Feuerball, Freunde!).
  • Offensichtliche Rätsel lösen, die sogar ein dümmlicher Hobbit schafft.

Ja. So ist das. Kann Gandalf alles? Nein. Nicht mal Schnee schmelzen. Wie – WIE kommt es dann, dass alle ihn als Canon Sue sehen?! Ich weiß es nicht.

Einen großen Teil meiner Freizeit verbringe ich also damit, meinen Spielern zu versichern, dass keiner dieser verfluchten NSC unbesiegbar sei und sie mit ein bisschen Nachdenken jedem von ihnen den Arsch waschen könnten. Und dass sie es lassen sollten, denn welchen Grund hätte ihr Charakter, außer dem offensichtlichen Hass des Spielers auf Elfen, Magier, Tzimisce, Malkavianer, (beliebigen Stereotyp einfügen), oder generell eben Mary Sues? Letzterer ist durchaus verständlich, aber die Zeit, die ich aufwende, um Spielern klar zu machen, dass sie damit bei meinen NSC lauter Gandalfs sehen, erscheint mir in letzter Zeit immer und immer mehr zu werden.

Befürchten die Spieler berechtigterweise, dass ich mich mit meinen NSC nur selbst bespaßen könnte, dass ich quasi mit mir selbst spiele und Spieler zu Zuschauern degradiere? Zum einen muss ich da einwerfen, dass es bei mir mit dem Servicegedanken nicht so weit her ist, dass ich mich aufopfernd von meinem eigenen Spaß verabschiede – ansonsten würde ich gerne nach Stunden bezahlt werden. Ich lasse nicht “meinen Charakter” mit der Runde mitlaufen, wie es (Un)Sitte in manchen Runden ist, aber ich mag eben auch bestimmte Aspekte am Spiel, die ich erleben möchte und deshalb einbringe. Aber ich denke, das ist hier nicht der Grund und muss nicht diskutiert werden, da meine Spieler bisher dafür immer Verständnis aufbrachten.

Sind Spieler vielleicht einfach nicht daran gewöhnt, auf NSCs zu treffen, die eloquenter sind als Goblins? Die man besiegen könnte, aber man vorher eben mehr geistige Anstrengung auf echtes Rollenspiel als auf die Erschaffung überlegener Feuerkraft verwenden müsste? Ich weiß es nicht. Komischerweise zeigen diejenigen Spieler, die bei mir mit dem Rollenspiel überhaupt erst angefangen haben, die Auswirkungen dieses Effekts nicht. Was natürlich Zufall sein könnte.

Und in einem Rollenspielsystem, das Stufenanstiege oder andere Verbesserungen des Charakters erlaubt, müssen die ganzen hochstufigen NSC ja auch irgendwo hin. Ich bezweifle, dass sie sich in höhere Sphären zurückziehen, die Geschicke der Welt lenken und nur noch mit ihresgleichen sprechen, wenn sie nicht gerade gegen Götter und Dämonen antreten, während die Charaktere immer für irgendwen die Fußabtreter bleiben. (Gut, bei D&D könnte man das denken. Aber nicht in meinen Spielen.)

Ja, ich höre schon die Vermutung, ich würde meine NSC einfach nicht gut darstellen. Dass ich vielleicht nicht genügend Schwächen einbaue oder zeige. Dass sie zu oft und zu krass auftauchen. Dass ich sie als zu eloquent darstelle, oder dass Spieler selbst bei simpelsten Sachen keine Erfolge gegen sie hätten oder dass ich sie eben als zu freundlich / nicht freundlich genug / zu schlau / zu hübsch / zu hässlich / zu blabla beschreibe. Herrje, meint ihr, das hätte ich mich nicht auch schon gefragt und alles ausprobiert?! Nein, sobald ein NSC eine seltsame Augenfarbe hat, tatsächlich einige hochstufige Fähigkeiten zeigt, bei anderen NSC bekannt ist oder – worst case! – sein Name in irgendeinem dem Spieler bekannten Zusammenhang schonmal aufgetaucht ist, er z.B. eine Nebenfigut in einem Roman ist, oder in sich in irgendeinem Forum irgendwer schonmal über die Krassheit des NSC verbreitet hat (beispielsweise irgendeine Plotline oder Attribute und Fähigkeiten gespoilt hat, kann man eigentlich als Spielleiter vergessen, diesen NSC noch irgendwo sinnvoll einzubauen. Es ist, als würde man einen Elfen namens Legolas auftauchen lassen. HASS!!! schlägt ihm entgegen, im besten Fall großzügiges aber demonstratives Desinteresse. Und mir als Spielleiter die pure Verzweiflung meiner Spieler über ihre unbegründete Angst und Unmut darüber, plötzlich nicht mehr die größte Awesomeness im Raum gepachtet zu haben. Und das, bevor man auch nur ein weiteres Wort gesagt hat.

Ich bin ratlos.

ian mckellen and elijah wood
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Ein letztes Wort noch: Helden (ob im literaturwissenschaftlichen oder mythischen Sinne) definieren sich sicher nicht dadurch, dass sie sich körperlich und geistig nur mit Schwächeren messen und generell nur von Fußvolk umgeben sind. Oder von Gleichstarken. Nein, komischerweise sind Helden immer die, die  (metaphorisch)  den Göttern von Angesicht zu Angesicht gegenüber treten wollen. Und das macht sie größer als die Masse.

Wer kann mir weiterhelfen?

Eure Phrixus, moon-struck

Table of Random Encounters (2): Talk nerdy to me!

Und da gerade Geek Girl Weeks sind, ist es auch nur passend, hier einige Freunde vorzustellen. Oder zumindest einige ihrer Stilblüten. Denn ja, so weit sind diese ganzen Sitcoms gar nicht von der Realität weg, zumindest was den Spaß angeht. Und noch passender, da ich einer dieser so seltenen weiblichen Spielleiter bin, und das mit durchschlagendem Erfolg (hähä…). Ich werde nun übrigens keine weiteren Erklärungen abgeben, was Rollenspiele sind oder so. Erklärte Witze sind sowieso nicht mehr witzig.

Dark Ages: Vampire
(Transsylvanische Chroniken III)

(Die Toreador Leonora bietet dem Lasombra Ramon an, seine Tonsur dauerhaft zu korrigieren)
Ramon Marquez: Mit dem komischen Fleischformen will ich nix zu tun haben!
Leonora de Maron: Ich form doch nur Haare, kein Fleisch.

(Ramon hat eine prima Idee vor Antritt der Reise zu Draculas Schloss…)
Ramon: Am besten sagen wir niemandem, wo wir sind…

(…und revidiert sie zum Glück.)
…ach, der Beckett weiß Bescheid, der muss nämlich meine Blumen gießen.

(Spielleiter-Vorschlag zur Reiseplanung)
SL: Ihr könntet auf halber Strecke bei Vykos einkehren…
Konrad von Aachen: Ja, ich kann mir auch mal n Klavier vorn Bauch binden, dann weiß ich, wie schwer die Musik ist!

Earthdawn
(Meine alte Liebe und unser neuestes System!)

SL: Du siehst in einiger Entfernung einen kleinen Hügel, der mit Efeu überwuchert ist. Das kommt dir seltsam vor.
Kestrael: Guck mal, der kleine Hügel dahinten.
Rhakhmar: Der so mit Efeu überwuchert ist?
Palenyon: Das ist ja seltsam.
SL: Ihr Arschlöcher.

(Rhakhmar fallen zufällig am Oberkörper eines Elfen ‘gewisse’ Spuren auf. Blankes Entsetzen macht sich breit.)
Rhakhmar: …Die ficken!
Marta: Na, wenn er das sagt, kann das ja wieder alles bedeuten.
Rhakhmar: DIE SCHLAFEN MITEINANDER!

(Rhakhmar wird auf eine Menge feiernde Windlinge aufmerksam)
Rhakhmar: Da passiert irgendwas mit Rudelbumsen.

Aber auch im RL…
(Da ist Ramon Marquez nämlich Fürchtegott Kannegießer, unser Teilchenphysiker)

Phrixusmann: Will ein Neutron in die Disko, da sagt der Türsteher: ‘Du kommst hier net rein. Nur geladene Gäste.’
Fürchtegott: Das Interessante ist ja, dass ein Neutron keine Ladung hat, aber ein magnetisches Moment.
Phrixus und Phrixusmann: Aha…
Fürchtegott: Euch scheint die Tragweite gar nicht bewusst zu sein!

Als Zugabe gewähre ich einen kleinen Einblick in einen klassischen nerdigen Sonntagnachmittag – Grillen und Munchkin Cthulhu. In diesem Bild zu sehen sind drei meiner vier Lieblingsvampire (an dieser Stelle viele Küsse nach Italien, wir vermissen deinen Wahnsinn!), von links: Konrad von Aachen von Clan Ventrue (und Phrixusmann), Leonora de Maron von Clan Toreador und Ramon Marquez von Clan Lasombra.

Sollte euch diese kleine Zusammenstellung typischer Nerd-Kuriositäten Freude gemacht haben, lasst es mich wissen! Dann kann ich sicherlich mit mehr davon aufwarten.

Geek Girl Weeks auf Orestias

Ich mochte ja Wesley Crusher nie.  Zu streberhaft.

Ich bewundere allerdings Wil Wheaton, weil er ein unheimlich cooler Typ geworden ist. Sein Buch Just A Geek, in dem er viel Text aus seinem Blog verarbeitet hat, fehlt definitiv noch in meinem Regal.

Nerds, Geeks, vielleicht sogar Dorks, und wie man sie nennt, ihr wisst schon, so Typen wie aus Big Bang Theory oder The IT Crowd – oder, ich möchte es ganz klar denen entgegenhalten, die sich nicht sicher sind, ob es solche Menschen wirklich gibt, auch eine Menge Leute aus meinem persönlichen Freundeskreis – über die wird momentan ein bisschen geredet. Was ich wirklich gut finde. Aber irgendwie fehlt mir im Artikel aus brand eins und auch in den sich anschließenden Kommentaren von Antje Schrupp und Kathrin Ganz (als Gastbloggerin auf Missy-Magazine.de) die Lockerheit. Gehört vielleicht in ihren (extrem interessanten) Ansatz auch nicht unbedingt rein, schließlich diskutieren all jene von einem anderen Stand- und Ausgangspunkt als ich.

Aber ihr kennt mich und wisst, Phrixus, Perky Goth and Interstellar Kitchen Aid, hatte schon immer ein Herz für Geeks aller Art. Und ist schon immer interessiert an jeglicher Debatte um Existenz und Nichtexistenz, um Definition, Tätigkeit, Lebensraum und artgerechter Haltung von Geeks, Nerds und Fanboys. Und beantwortet auch in einem Aufwasch die Frage: “Gibt es die überhaupt in weiblich?” (Die Antwort ist ja.) Und Phrixus möchte gerade bei diesem Thema den Spaß an der Kuriosität und dem Anderssein und natürlich die pure Freude an all den nerdigen Beschäftigungen die es so gibt nicht aus den Augen verlieren.

Bevor ich jetzt hier zu viele Worte mache um Dinge, die ich lieber in kleineren, besser verständlichen Einzelteilen  behandeln möchte, rufe ich einfach die

Geek Girl Weeks

auf Orestias aus.

Und ihr, meine lieben Freunde und Leser, seid alle eingeladen, euch ein bisschen einzubringen. Wer Ideen hat oder Themen, coole Bilder findet oder lustige Links, Erklärungen, Definitionen,  einfach eine Abhandlung über die D&D 3.5-Regeln oder seine  Sammlung an RingCon-Anekdoten, Shadowrun Weapon Customization-Ideen, Physiker-Witzen oder Fotos von Star Wars Buttons (ihr wisst, ich schaue unter anderem genau euch an, meine Lieben) beisteuern will, der sei herzlichst dazu aufgefordert, regen Gebrauch von der Kommentarfunktion zu machen!

Unabhängig davon habe ich bereits ein paar Artikel in meinem niemals stillen Kopf, die nun endlich geschrieben werden wollen. Möge also der Große Cthulhu mit mir sein bei meinem Vorhaben, in den nächsten Wochen Orestias zum Geektopia zu machen!

big bang theory cast
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Jetzt schon bereit, wegen Terminologien mit Schlamm zu werfen? Dann klick hier.

Geek Girl Terminology

Nein, ich habe dazu keine endgültige Lösung. Mein Lieblingswort für Jungs ist Nerd, für Mädchen Geek Girl. Klingt schöner wegen der Alliteration. Bevor wir direkt in die Nerd/Geek-Debatte einsteigen, die hier in den nächsten Tagen auch noch ausführlich behandelt werden wird, stelle ich erstmal ein paar Links zur Verfügung, um dem sagenumwobenen She-Nerd näher zu kommen – das angeblich so selten ist. Was ich nicht glaube, dafür kenne ich zu viele davon. Ich habe oft den Eindruck, dass die Existenz von Geek Girls sehr gerne ignoriert wird, sowohl vom Mainstream (der Hauptkultur), als auch von den männlichen Exemplaren. Aber bevor ich jetzt anfange, von subtiler Bedrohung durch den Einbruch der holden Weiblichkeit in eine weitere von Männern dominierten Domäne zu schwadronieren, behaupte ich erstmal, dass es daran liegt, dass sowohl männliche als auch weibliche Geeks ganz gern für sich bleiben, obwohl es natürlich auch große Fluktuationen in bestimmten Bereichen gibt – vielleicht beim CosPlay eher als der Teilchenphysik. Und da beide dazu tendieren, ihr Interesse voll und ganz auf den auserkorenen Bereich zu richten – Informatik, Linguistik, Star Wars, whatever – ignorieren sie einander möglicherweise unabsichtlich. Wie dem auch sei, wir wollten ja was über all die möglichen Begriffe zum Thema Geek Girl erfahren. Dazu hier einige Links zum Urban Dictionary, so sich der Begriff dort in einem eigenen Lemma findet. Auf Links zu anderen Seiten verzichte ich, denn ihr könnt zum einen selbst eine Suchmaschine bedienen (wenn ihr diese Beiträge lest, gehe ich zumindest mal davon aus) und zum anderen schmeißen die nicht gerade mit Definitionen um sich sondern nehmen als gegeben an, dass jeder weiß, was gemeint ist. Wobei doch gerade technikaffine Frauen (das war das beste, was ich finden konnte) wissen sollten, dass man auch wissen muss, wovon man redet. Aber das ist auch nur das, was meine innere Linguistin sagt.

Selbstverständlich gibt es keine offiziellen Richtlinien, was die Bezeichnungen und Abgrenzungen angeht (siehe Nerd/Geek-Debatte).

Möglichkeiten und verwandte Spezies sind:

Girl Geek / Geek Girl
Nerd Girl
She-Nerd
Nerdette
Geekette
Gamer Girl

…und natürlich gibt es natürlich noch das Fangirl… womit meist ein ziemlich ungesund-hysterischer Überschwang bezüglich Harry Potter, Twilight, Johnny Depp, Animes etc verbunden wird. Ich bilde mir ein, die Definition des Fanboys klingt ein Quintlein neutraler, auch in Bezug darauf, welche Fandoms in der Beschreibung genannt werden. Klar, Fangirls bekommen Kreischanfälle und Atemnot bei Legolas und Edward Cullen, Fanboys hingegen beschäftigen sich leidenschaftlich mit “Elementen der Geek Kultur”. Mann denkt, Frau quietscht. Lassen wir das.

Übrigens:
…Bezeichnungen mit “Chick” am Ende will ich hier aus Prinzip nicht hören. “Chick” ist zwar wie deutsch “Tuss” nicht überall und in allen Zusammenhängen abwertend gemeint, trotzdem würde ich nicht statt Linguistin die “Linguistik-Tuss” genannt werden wollen. Soviel dazu.

Und während wikipedia selbstverständlich wie immer mit solcherlei viel zu unlocker umgeht, hilft uns TVTropes selbstverständlich wie immer mit der nötigen Ironie weiter. Hier finden wir zwar nicht soviel Hilfe zur Terminologie, aber wir erfahren, dass Geek Girls natürlich immer ziemlich sexy sind, auch wenn man es manchmal erst viel später merkt, und dass man sie daran erkennt, dass sie die Mädchen sind, die Brillen tragen. Dafür haben die Japaner (selbstverständlich) sogar ein Wort: Meganekko.

Was auch klärt, ob Nerds und Geek Girls Sex haben. Na klar! Nur nicht miteinander. Aber solange wir uns nicht einbilden, dass Realität und Fiktion nicht dasselbe wären, wissen wir, dass – egal ob Mädchen oder Junge mit Brille – irgendwann jemand kommt, der ihm/ihr die Brille abnimmt und so die innere Schönheit des Geeks enthüllt. Ehrlicherweise will ich anfügen, dass sich das alles im RL etwas pragmatischer darstellt und man sich hinterher trotzdem noch die stundenlangen Monologe über Waffenmodifikation und Table Tops respektive eben das Schwadronieren über die Soziologie elfischer Kulturen oder Gebräuche ungarischer Vampire anhören muss.

Über jede Meinung und jeden Kommentar freue ich mich! Wie definiert ihr den ganzen Kram? Welche Erfahrungen mit Geeks und Geek Girls habt ihr?

Abschluss / Schöner krank sein / Nerd Alert / Satans Universität

engrish funny diploma satan
see more Engrish

Aha. Gut, diese Information überrascht wohl niemanden so ganz.

Es bleibt die Frage, ob nun Der Da Oben oder Der Da Unten die ganze Zeit versucht haben, meinen Abschluss zu boykottieren. Ich möchte kurz zusammenfassen:

In das Schreiben der Abschlussarbeit schossen mir mal eben zwei Operationen. Zwei!
Die erste mündliche Prüfung war ein Reinfall, da ich nicht, wie vom Prüfer gewünscht, die zehn Bücher mit Seitenzahl auswendig gelernt, sondern sie nur gelesen hatte.
Am Tag der zweiten mündlichen Prüfung streikten die Busse.
Dazwischen, um Weihnachten, bekam ich den ersten Schub Mutliple Sklerose.
Danach eine Sehnenentzündung.
Und einen Tubenkatarrh, das ist eine Entzündung irgendwo im Innenohr.
Am Tag der dritten und letzten mündlichen Prüfung (heute) streikten die Busse, es fuhr kein einziges Taxi, es war niemand mit Auto erreichbar oder abkömmlich und es liegen hier wo ich wohne etwa 20 Zentimeter Schnee.

Mein Professor machte sich also zum Gehilfen des Teufels und holte mich ab. Holte. Mich. Ab. Ließ mich noch Kaffee trinken und verpasste mir dann eine verdammt gute Note.

Er wollte mich offenbar auch endlich loswerden.

Jetzt kann ich mich also mit Abschluss zurücklehnen und erstmal auskurieren. Ich habe jetzt tatsächlich alles zu einem erfüllten Nerd-Dasein:

Ein Regal voller Rollenspiel-Fachliteratur.
Ein Regal voller Fantasy-Literatur.
Ein Regal voller Sci-Fi-Literatur.
Extreme Kurzsichtigkeit.
Eine nervende Hautkrankheit.
Eine Autoimmunerkrankung. Gut, ich hab keinen der Klassiker Asthma oder Erdnussallergie, aber ich kann eben inzwischen mit MS aufwarten, das ist ein ziemlich guter Ersatz, wie ich finde.
Freunde, mit denen ich mich zum Star Trek-Gucken verabrede.
UND: Einen Abschluss in einem obskuren Fach, mit dem ich niemals außerhalb einer Universität etwas werde anfangen können.

Ich nehme also all die Unannehmlickeiten hin als Teil meines Schicksals. Wer ein Nerd sein will, muss da durch. Wann werde ich also endlich für “The Big Bang Theorie” engagiert?

P.S.: Wer neu hier ist und aufgrund der obigen Beschreibung meiner Gebrechen denkt, ich sehe aus wie ein Krüppel, der sei eines Besseren belehrt – bei “Über die Autorin” gibt es auch in Bild. Zumindest nicht sehr krüppelig. Und ein kleines Geheimnis noch dazu: die meisten Geek Girls sind mindestens ein bisschen hawt. Zumindest alle, die ich kenne.

Und für die einen oder anderen geneigten Herren und Damen jetzt nochmal ein zusammenhangloses Bild.

Om Nom Nom
see more deMotivational Posters

Ich schreib jetzt nochmal Titten drunter, mit sowas macht mein Blog sonntags immer unheimlich viel Traffic.

Get the cheese to sickbay – Mit Star Trek gegen die Schweinegrippe

Ich würde mich ja aus reiner Hypochondrie so gern gegen diese blöde Schweinegrippe und alles andere impfen lassen. Aber mir gehen die Adjuvanzien nicht aus dem Sinn. Dafür habe ich einfach zu viel Star Trek gesehen in meinem Leben. Sowas geht doch immer schief! Ein noch nicht wirklich erprobter Stoff in einem Impfstoff? Was da alles passieren kann! Eine kurze Auswahl an Katastrophenszenarien (entlehnt aus verschiedensten Star Trek-Folgen:

- unsere Immunsysteme werden so aggressiv, dass sie Viren außerhalb unserer Körper attackieren, dadurch werden wir zu einer tödlichen Gefahr für alle Nicht-Geimpften. (Nicht ganz so wahrscheinlich, entstand aber aus der Thelusianischen Grippe.)

- unsere T-Zellen mutieren und aktivieren den inzwischen inaktiven Müll in unserem Erbgut, wodurch wir uns alle auf frühere Evolutionsstufen zurückentwickeln. Spinnen, Echsen, Neandertaler, Zwergpinseläffchen. Und von den Klingonen unter uns mal gar nicht zu sprechen. (Nicht wirklich warscheinlich, aber wer weiß?! Entstand schließlich aus der Urodelanischen Grippe!)

- das Virus wird durch die Adjuvanzien makroskopisch und will uns ganz traditionell auffressen. (Na gut, vielleicht nicht.)

- durch die Adjuvanzien mutiert das Virus und wird absolut tödlich / durch die Adjuvanzien wird ein unvorhergesehener Nebeneffet ausgelöst, durch den wir unvorhergesehen mutieren (s.o.) und/oder unsere Immunsysteme sich verändern, sodass wir – machen wir’s kurz – alle sterben. (Standardszenario, extrem wahrscheinlich, wenn man sich mal ansieht, in wievielen Folgen aller Star Trek-Serien statistisch plötzlich unvorhergesehen irgendwelche Krankheiten irgendwo auftauchen und irgendwelche Viren durch Zugabe von harmlosen Chemikalien/Strahlung mutieren und alles verwüsten. Man bedenke einfach nur mal das Quazulu VIII Virus!)

Ich hadere weiter. Sterbe ich eher mit oder eher ohne Impfung? Sollte die Gesamtheit aller Star Trek-Virus-Folgen dahingehend statistisch auswerten. In diesem Sinne:

…bin zuhause wo’s nach Zwergen riecht… oink.

Ach, Phrixus dreht durch, ja?

Ja, das auch.

DER Song für alle Gruftis, Deathmetaller und verhinderten Superschurken da draußen. Dieses Stück ist fester Bestandteil des “Not At All Serious Vampire The Masquerade Soundtrack”, sozusagen meine bessere Version des allseits bekannten Music From The Succubus Club Albums. Für welchen Clan? Tzimisce, natürlich! Viel Spaß.

Wird ebenfalls Teil eines umfassenderen “World of Dorkness Music” Albums. Musikvorschläge gern als Kommentar hier oder an tzimisce(at)weinenvorglueck(punkt)de!

Die entsprechende Playlist werde ich dann mal hier veröffentlichen, wenn ich meinen Abschluss habe Schrägstrich arbeitslos bin. Oder beides zugleich. Jedenfalls, wenn wieder mehr Luft für die hunderttausend angedachten Rollenspielprojekte ist. Und mein RPG-Kochbuch, featuring Crème de Igor (als Belag für Igor-Riegel oder auch einfach so, Herzinfarkt ist sowieso wahrscheinlich).

Ach scheiße, zurück zur Arbeit. Eine Woche noch bis zur Abgabe. Ich glaub, ich hab nen Stresstinnitus. Oder zu laut Falco abwechselnd mit Industrial gehört.

Forgive me, I have to…

Ich weiß, es ist alt, ich weiß, es ist schon milliardenmal durch Netz gekotzt worden – dennoch. Ich kann nicht anders. Ich poste den Techno Viking. Und er mag Kuchen. Wie ich.

Ich widme diesen Eintrag Rima “Wie hieß die Stadt? Bukarest?” von Budapest und Jane “Es war der Vatikan!” Doe.

Phrixus Motion Pictures Presents: The Magnificent Seven Clans!

Featuring Yul Brynner as Hardestadt of Clan Ventrue – “I’ll tell you what I can do: I can kill the first man who so much as whispers a word about giving up. The very first man, so help me, I’ll blow his head off!”

Horst Buchholz as Adana de Sforza of Clan Brujah; Steve McQueen as Milov Petrenkov of Clan Gangrel; James Coburn as Camilla Banes of Clan Malkavian; Brad Dexter as Josef von Bauren of Clan Nosferatu; Robert Vaughn as Rafael de Corazon of Clan Toreador; and Charles Bronson as Mistress Fanchon of Clan and House Tremere! Watch these magnificent Cainites found the Camarilla! Watch’em kick ass! Watch’em smash the Anarch Movement! Or, as Hardestadt puts it: “Graveyards are full of boys who are very young and very proud.”

First Scene: The seven Founders of the new, smashing sect of vampires come riding in. Theme Music!

Thank god I really got no time to develop this thought any further…

And yet…

Calvera: What I can’t understand is why a man like you took this job in the first place. Why, huh?
Hardestadt: I wonder myself.
Calvera: Oh, come on, come on. Tell me why.
Milov Petrenkov: Fella I once knew in El Paso, one day he took all his clothes off and jumped in a mess of cactus. So I asked him the same question. “Why?”
Calvera: And?
Milov Petrenkov: He said it seemed to be a good idea at the time.

Sturges3

Wir sind die Björn. Widerstand ist zwecklos.

Lange Star-Trek-Nacht im Fernsehen. Heutige Preisfrage war, wer ein Feind der Föderation ist oder so ähnlich. Antwortmöglichkeiten: a) Björn, b) Borg. Da war wohl jemand ganz besonders komisch. (Es sind natürlich die Borg. Dank Daniel.)

Heute werden ein paar Voyager-Folgen gezeigt. Natürlich wieder Spezies 4711 und die ganze Borg-Sache. Unimatrix Zero. So dämlich, aber Kanon. Also akzeptiere ich als Fan es fraglos. Bisher keine älteren Folgen, nur die mit der Tittenmaus. Was mich wieder mal daran erinnert, dass ich mich schon lange frage, warum Borg überhaupt Titten brauchen. Und dass sich damit Star Trek auf das Niveau einer simplen Vorabendserie begeben hat. Quoten sinken, also mehr feminine Kurven aufm Bildschirm, also Seven of Nine mit ziemlich dämlichen Plot Twists einbauen. Anstatt wie alle anderen ST-Serien mit Würde und von Anfang an genug Titten einzubauen! Janeway und Kes sind halt nicht feucht genug für Fanboy-Träume, das war doch von Anfang an absehbar! Und B’Elanna schraubt Motoren in gar nicht hauteng geschnittener Uniform, das ist auch nicht für jeden Fanboy sexy. Es tut mir leid um die feministische Seite des ganzen, und Janeway ist supercool, aber bitte! Das sind Nerds! Trekkies! Die wollen selbstverständlich geile Weiber in der Serie! Man braucht halt von Beginn an entweder gleich alle Damen in sexisitisch kurzen Röckchen (TOS), oder die geile Kanzlerin in sexy Spandex (TNG) oder ein süßes, rehäugiges Aggromäuschen wie Major Kira plus ein paar nackte Dabo-Girls(DS9). So geht das! Erst eine Emanze ans Steuer setzen (sehr schön), dann merken, dass das den Fans nicht reicht (weil Frauen ja nicht fahren können, klar setzt die die Karre erstmal in den Scheiß-Deltaquadranten – und zugleich noch der einzige Captain, der auf eine Frisur reduziert wird!) und dann doch noch den billigen Tittentrick abziehen, wenn die Quoten fallen, nein, das ist nicht der Geist von Star Trek, Jungs und Mädels! Und deshalb ist (trotz Janeway) DS9 einfach der dummen Voyager um Lichtjahre voraus (mit einer Frau, die mal ein Mann war und dem Aggromäuschen)! Und TNG sowieso, da kann man sogar die homofeindliche Folge verzeihen, waren schließlich tiefste ’80er!

Aber ich will mich nicht schon wieder in diesen Rant versteigen, das mache ich im echten Leben schon ungefähr einmal die Woche. Dann sitze ich motzend auf dem Sofa und gebe laut borgfeindliche Kommentare von mir. Ist ja auch nicht ganz fair von mir.

Weshalb ich eigentlich diesen Artikel begann, ist die Übersetzung der Folge Unimatrix Zero. Wirklich. Leute, kommt schon. Es kann doch einfach nicht sein.

Die Borg siezen sich untereinander?! “Sie da, Drohne…!” Entschuldigung, ich glaube nicht. Danke, lieber Übersetzer, so einfach hat man ein ganzes Kollektiv lächerlich gemacht.