Kekskind – Fandom

So, yeah, tonight I wrote an email to the KIKA, Germany’s #1 children’s TV channel, because they cancelled the favourite show of my little one. Yes, well, as it seems, I am one of those moms now.

But if you had seen how she cried desperate, silent tears because with her nearly three years she fully understood that the show should be on today and it wasn’t, so it was taken away from her…

She is one of us. An adorable, small fangirl, yearning for the next episode of a show about two merkats living together, solving mysteries. Her heart beats with our hearts.

 

#nofriendzone – phrixuscoyote.tumblr.com

Das Kekskind weint um seine Lieblingsserie. Sie ist eine von uns.

Kekskind-Architektur: Die Scheune

Oma: “Und wo haben wir die Gänse gesehen? In der Scheune waren die Gänse, gell, Keksi.”

Kekskind: “Weißt du, Mama, die Gänse, die waren in der… in der…”

Oma: “Wo waren die Gänse?”

Kekskind: “Die waren in der… in der… die waren in dem Strohgebäude.”

 

Das Kekskind braucht keine Mainstream-Wörter. Es hat seine eigenen Wörter, korrekt gebildete Komposita mit durchschlagender Aussagekraft. “Scheune”, was soll das überhaupt sein.

Das Kekskind und die andere Freundin

Neulich im Kindergarten.

Kekskind: “Guck mal, das ist meine Freundin.”

Erzieherin: “Keksi, das ist ein Baum.”

Kekskind: “Joah, da wohnt die halt drin!”

 

Wie sich herausstellte, ist die kleine Baumbewohnerin Kekskinds neue, andere Freundin (eine hat sie ja schon und jetzt hat sie halt noch eine andere, logisch). Sie heißt Pfafa, ist vier oder fünf Jahre alt und ist anscheinend aus dem Kindergarten mitgekommen und bei uns eingezogen.

Cheatcode

Ein Versuch, meine Krankheit zu erklären

Es gibt so verdammt viele Videospiele. Mehr Genres, mehr Spiele, gute wie schlechte, als man sich vorstellen kann. Und für den einen ist sein Leben vielleicht eher ein packendes RPG, für den anderen eine anspruchsvolle Wirtschaftssimulation, für den nächsten dann doch eher der Busfahrsimulator. Oder Farmville, was weiß ich.

Den meisten Spielen ist jedoch gemein,dass sie Schwierigkeitsstufen haben. Manche sind generell eher einfach oder sehr komplex, andere haben verschiedene Spielmodi, zwischen denen man wählen kann. Manchmal muss man das ganze verdammte Ding durchspielen, um die nächste Schwierigkeitsstufe freizuschalten.

Die folgende Analogie ist sicher nicht perfekt und lückenlos, aber sie fiel mir neulich im Bus zwischen lauter jungen Studenten ein. Also: Jeder mag andere Spiele und kommt mit unterschiedlichen Schwierigkeits- und Komplexitätsstufen klar, soweit sind wir uns bestimmt einig. Manche spielen lieber Solitair oder Mahjong, weil sie keine Zeit haben, sich in irgendwas einzuarbeiten, andere spielen Sim City und verbringen Tage um Tage mit dem Bau einer komplexen Stadt und Wirtschaft. Von Minecraft wollen wir gar nicht erst anfangen. Wir alle haben unterschiedliche Kapazitäten. Wir mögen unterschiedliche Schwierigkeitsstufen, haben unterschiedliche Ambitionen. Manche dümpeln gerne auf niedrigen Levels, andere wollen möglichst schnell erfolgreich sein, wieder andere probieren es immer wieder neu, bis alles perfekt ist. Das Schöne am Spielen ist ja, dass wir es tun können, wie es uns am meisten Spaß macht.

Gaming - he's doing it right

Gaming – he’s doing it right

Nur: unser Leben können wir uns nicht direkt aussuchen. Wir haben wenig bis kein Mitspracherecht bei Genre und Schwierigkeitsgrad. Während die einen schon mit einem Unlimited-Gold-Cheat geboren werden, fangen andere mit eingeschränkten Ressourcen an; bei wieder anderen wird erst im Verlauf klar, dass die Zombiehorden einfach nicht abreißen und die Munition im Level viel spärlicher gesät ist als gedacht. Ich rede nicht von Wunschdenken und persönlicher Lebenseinstellung – manchmal denken wir, wir würden Survival Horror auf schwerster Stufe spielen, in Wahrheit ist es aber Mario Kart für Wii, wir sehen es bloß nicht. Was keinen Unterschied macht, wenn man Mario Kart halt einfach nicht ausstehen kann, und andere durch Resident Evil einfach durchspazieren. Das sind persönliche Vorlieben. Ich will hier auf Leistungsfähigkeit und Überforderung hinaus. Setzen wir also mal voraus, dass die meisten Menschen in unserer Gesellschaft ihr persönliches Spiel auf “normalem” Schwierigkeitsgrad spielen, egal wie der nun individuell aussieht.

Denn bei einigen von uns stellt sich heraus, dass sie tatsächlich “Hardcore” erwischt haben. Dass sie ein höheres Niveau spielen müssen als der eigenen Leistungsfähigkeit angemessen wäre. Ich habe mir sicherlich nicht ausgesucht, krank zu sein. Ich spiele nicht auf normalem Niveau, obwohl mir das lieber wäre. Ich habe weniger Ressourcen und muss sehr genau aufpassen, keinen taktischen Fehler zu machen, weil meine Gegner manchmal härter sind als ich schaffen kann. Klar sind die wenigsten Leben wirklich “einfach”, jeder hat seine Herausforderungen. Aber “Hardcore” zeichnet sich ja meist zusätzlich durch folgendes aus: höhere Komplexität – mehr Parameter, die ich beachten muss, um nicht zu scheitern; durch stark begrenzte Ressourcen – ich muss die gleiche oder bessere Leistung bringen, habe aber weniger Munition, Holz, Erz, Mana, MedPacks, whatever; und schließlich durch mehr und/oder härtere Gegner – ich muss also sehr gute Taktiken anwenden, um trotz meiner geringen Ressourcen zu gewinnen. Und ja, das trifft auf Menschen mit notfortheweakeiner unsichtbaren, chronischen Krankheit besonders zu:

1. Höhere Komplexität: mehr Parameter. Ich muss z.B. regelmäßig zu drei verschiedenen Ärzten, gelegentlich kommen noch Sonderuntersuchungen wie MRT hinzu. Ich muss meine Medikamente gut verwalten, ich darf keine Dosis vergessen und muss immer etwas dazu essen. Sport soll ich zur Vorbeugung machen, und mich entspannen, mich nicht zu sehr schonen aber auch nicht überfordern. Ich muss meinen Körper und meine Psyche gut im Blick behalten, damit ich rechzeitig auf Veränderungen reagieren kann. Und die Bürokratie ist nochmal ein Kapitel für sich – versucht mal, einem Beamten Symptome wie gelegentliche Blindheit schlüssig zu erklären, wenn sie nicht von einem Augenarzt diagnostiziert wurde sondern “nur” von einem Neurologen.

2. Begrenzte Ressourcen: weniger von allem. Ich habe weniger Energie, ich bin momentan meistens müde. Im Sommer wird das alles noch schlimmer, denn hohe Temperaturen verschlimmern alles. Ich habe ein Kind und einen Job, also habe ich weniger Zeit für mich, in der ich mich erholen kann. Medikamente, Nahrungseränzung, Anfahrtskosten zum Arzt – all das kostet Geld und wiederum auch Zeit. Ich muss mir genau überlegen, wofür ich meine Energie einsetze, denn wenn keine mehr da ist, ist keine mehr da. Und dieser Punkt kommt früher als bei gesunden Menschen.

3. Härtere Gegner: komplexere Taktiken. Ich kämpfe oft mit meiner Müdigkeit und Energielosigkeit, ich muss mich also entscheiden – mache ich Haushalt oder mache ich mir ein Abendessen? Beides zusammen schaffe ich nicht. Schreibe ich oder treffe ich mich mit Freunden?  Ich bin depressiv – ich muss genau aufpassen, dass ich mich genug mit meinen Freunden treffe, aber nicht zuviel, damit es mich nicht zu sehr anstrengt. Ich muss oft nein sagen, wenn ich eigentlich gern möchte, denn wenn ich mich überfordere, bezahle ich dafür mit mehreren Tagen, an denen es mir einfach scheiße geht und ich gar nichts mehr machen kann. Und natürlich habe ich permanent ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht so viel schaffe, wie ich gern möchte. Ich muss immer wissen, wo ich im Notfall schnell zur Toilette gehen kann – das sind die Nebenwirkungen meiner Medikamente. Und der Schlaf ist ein Dämon für sich, denn zuviel davon verschlimmert die Depression, zuwenig… auch.

Das ist nur der Alltag – wenn ich einen Schub habe, wird alles noch viel, viel schlimmer. Und alle, die nicht ebenfalls auf “Hardcore” spielen, verstehen nicht, warum ich gelegentlich nicht klarkomme – weil man von außen eben nichts Ungewöhnliches sieht. Viele können gar nicht einschätzen, was überhaupt mit mir los ist oder wie schlimm es ist, und vergessen irgendwie einfach, dass ich nicht gesund bin. Manche halten mich für faul oder egoistisch, weil ich mal viel tun kann, dann wieder nicht. Womöglich wirkt es arrogant, wenn ich vermeintlich einfache Aufgaben oder Termine ablehne, oder Verabredungen absage oder vergesse (Hinweis: es ist keine Absicht. Mein Gehirn funktioniert nicht richtig.).

Man gewöhnt sich an all das. Ich versuche, mir weniger Gedanken darüber zu machen, was andere wohl von mir denken. Sonst mache ich es mir nur noch schwerer, und keiner hat am Ende was davon. Dennoch bleibt all das anstrengend und ich wünsche mir oft, ich könnte wie bei einem echten Spiel schlicht auf “normal” umstellen. Aber es gibt keinen Cheatcode.

Deshalb unten noch ein schönes “Inspirational”, um hier nicht in schlechter Stimmung rauszugehen.

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Eure Phrixus

Kekskind – Kirsch-Klopapier und rosa Unterhosen

Tja, ist euch was aufgefallen? Toilettengang. Das Kekskind geht jetzt offiziell aufs Klo. Und damit sind wir als Eltern aufgestiegen vom Kackwindelwechsler zum Vor-der-Tür-Warter und Poauswischer.

Das Kekskind war dermaßen begeistert vom neuen feuchten Toilettenpapier, dass es gleich nochmal wollte.

Kekskind: “Ich muss nochmal Kaka.”

Ich: “Hm. Dann gibt es aber kein feuchtes Klopapier. Musst du trotzdem Kaka?”

Kekskind: (überlegt) “…nein.”

 

Feuchtes Toilettenpapier für Kinder, so habe ich herausgefunden, gibt es in drei Sorten:

Waldbeere. Ok…

Kirsch-Banane. Wirklich. Kirsch-Banane. Riecht kein bisschen so, aber trotzdem, wtf. Klopapier und Fruchtsaft gehören nicht zusammen.

Und…tussi_wc_papier

Prinzessin.

Ernsthaft. Waldbeere, Kirsch-Banane und Prinzessin. ich weiß nicht, nach welchem Teil der Prinzessin das Klopapier dann duften soll, aber angeblich schonmal “blütenzart”. Keine Ahnung, worauf sich das genau bezieht, das Gefühl, den Geruch oder die blütenzarte Leere in meinem Portemonnaie, wenn ich den rosa Kram kaufe.

Was das angeht, ergibt sich jetzt das erste Mal ein Problem, dass ich nicht so einfach lösen kann. Von mir aus können, nein, sollen Kinder ja jede beliebige Kleidung anziehen, das einzige, woran sie sich dabei anpassen müssen, ist das Wetter und nicht gesellschaftliche Erwartungen. Kekskind hat Shirts mit Baggern, Rittern, Einhörnern, Glitzerblumen, Lastwagen, Walfischen. Sie trägt Jeans aus der Jungenabteilung, weil “Mädchenhosen” unverschämterweise zu eng (Schnittmuster “skinny” – für Dreijährige) und zu dünn sind – wie soll man mit den Teilen im Wald spielen?! Und sie hat Kleider und Glitzerzeug. Ich ermutige sie, alles zu tragen. Sowohl Roboter als auch Glitzerfeen nenne ich “cool”, damit sie lernt, dass beides cool ist. Für Jungs sollte all das natürlich genauso gelten und man sollte viel mehr Jungen ermutigen, alle Farben, auch Glitzer, auch Blümchenmuster, auch Kleider, auch Hello Kitty zu tragen, wenn sie es schön finden. Unter dem kritischen, markenbewussten Blick ihrer Schulkameraden und später in uncoolen Arbeitsklamotten müssen sie alle noch lange genug rumlaufen, dann lasst sie doch jetzt noch alle soviel Fee, Ritter, Prinzessin und Tiger sein wie sie wollen. Nun aber zu meinem Problem: Unterhosen. Einem Mädchen kann man schlecht Unterhosen für Jungs anziehen und umgekehrt – die sind schon wegen der Anatomie unterschiedlich geschnitten. Und unterhosen für Mädchen sind… ROSA. Natürlich. Vielleicht noch manchmal hellblau oder zartgrün, oder mit Disneyprinzessinen drauf. Insgesamt aber ROSA. Keine Roboter, keine Haie, keine Autos. Das finde ich uncool!

Vielleicht weiß es ja eine_r von euch: kriegt man irgendwo Mädchenunterhosen mit coolen Motiven? Nicht pastellfarben, nicht langweilig neutral-weiß, sondern mit Robotern! LKWs! Star Wars!

… gerne auch für größere Mädchen (ähem).

Wenn euch das Thema ROSA/HELLBLAU übrigens genauso ankotzt wie mich, empfehle ich wärmstens die Organisation PINKSTINKS. In erster Linie geht es um die Rollenbilder, mit denen Mädchen aufwachsen, aber auch Jungen kommen dabei langsam in den Fokus. Ich fänd es jedenfalls toll, wenn viel mehr Eltern darüber nachdenken und ihren Unmut produktiv in Protest umwandeln würden. Bildet Banden!

Mädchen sein kann man auf viele Weisen. Junge auch. from Pinkstinks Germany on Vimeo.

EDIT 10.07.14, 13:04

Ok, ein Update: “name it” und “maxomorra” haben verdammt coole Mädchenunterhosen. Aber nahezu unbezahlbar, wenn man mehr als eine Unterhose braucht!

Da bietet sich schon mein nächster Artikel an (was ähnliches gab es auch schonmal auf fuckermothers): diese gegenderte Kleidungsscheiße ist auch ein Klassenproblem. Reiche Eltern können es sich leisten, die coolen, ungegenderten Klamotten aus Schweden zu bestellen und sich damit geil und aufgeklärt fühlen. Den unteren, ärmeren Schichten wird weiterhin das traditionelle Rollenbild aufgezwungen. Alta, da kommt die Anarchistin in mir hoch! Alles kaputtschla’n!

Kekskind – Klogespräche

Neulich hatte das Kekskind einen Tag, da hat es ständig geflüstert. Und schelmisch geguckt. Und dann weiter geflüstert. Ganz leise, so dass man es wirklich nicht verstehen konnte, eindeutig geflüsterte Selbstgespräche. Seltsam. In Horrorfilmen mit Kindern passiert sowas ja auch gerne mal. Gut, Horrorfilm-Kinder gucken dabei nicht so lustig. Und, wie es als Elter so ist, vermutet man natürlich irgendeine tiefgehende Thematik, die das eigene Kind dort mit sich selbst erörtert. Hochbegabt oder gruselig, andere Möglichkeiten gibt es ja nicht für Kinder, die leise vor sich hin flüstern.

Beim Hose hochziehen nach dem Toilettengang geriet ich denn nun mit dem Ohr sehr nah an Kekskinds Gesicht und konnte endlich hören, was dort unaufhörlich die kleine Keksschublade verließ. Zuerst war es immer noch sehr leise und dadurch plötzlich doch sehr gruselig. Dann aber wurde es deutlich vernehmbar, was das Kekskind da in flüsterndem Singsang von sich gab:

Kekskind (flüsternd): “Pipi auf den Boden… Pipi auf den Boden… Pipi auf den Boden…”

 

 

Kekskind-Literatur

“Lass mich intruhe, ich will jetzt lesen!”

 

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