Mozart

Und so leicht passiert es…

…dass das Kind abends fragt, wie das Lied von der Spieluhr heißt. Da erwähnt man dann Mozart, aha, wann der denn Geburtstag habe – der ist schon tot, aber wir können ja morgen im Lexikon nachgucken. Tot? Warum ist der tot?

Weil alle Menschen irgendwann mal sterben.

Und plötzlich erklärt man seinem Kind den Tod und die Sterblichkeit aller Menschen. Abends, beim Einschlafen, im schummrigen Licht der Nachtleuchte. Und muss Worte finden. Und ehrlich sein, mit sich selbst und mit dem Kind, denn im schummrigen Licht der Nachtleuchte muss man eine Antwort geben, von der man selbst überzeugt ist. Aber die das Kind auch versteht.

Ja, die Uroma Agathe, die ist auch tot. – Aber warum? – Weil jeder mal stirbt, Mäuschen. – Aber ich will nicht sterben! – Jeder stirbt erst dann, wenn sein Leben vorbei ist. Und davor braucht man keine Angst haben. – Aber ich will nicht tot sein. – Ich weiß, Mäuschen, keiner will das. Aber so hat es der liebe Gott nunmal eingerichtet. – Aber ich will nicht tot sein. – Wenn die Kinder geboren werden, dann kommen sie vom lieben Gott und wenn das Leben vorbei ist, dann geht man wieder zum lieben Gott zurück. Und das ist eigentlich etwas Schönes.

Anscheinend war das eine gute Antwort, denn das Kind schläft beruhigt ein. Und ich weiß, warum ich ihr genau diese Antwort gegeben habe.

RIOTS NOT DIETS!

“Women Smiling With Yoghurt” – womeneatingyoghurt.tumblr.com

“The Inanity of Women on Scales in Stock Photos” auf Jezebel.com

“Women Laughing Alone With Salad” auf hairpin.com

Mädels, so wollen die Medien uns sehen und darstellen. Das ist es, was eine Frau ausmacht – diese Botschaft wird uns jederzeit und überall eingetrichtert. Warum das schlimm ist? Wir verbringen unser Leben mit Essstörungen und anderen psychischen und körperlichen Problemen und Krankheiten, die daraus entstehen, dass wir uns bizarren Vorstellungen von “Weiblichkeit” unterordnen. Schon Grundschülerinnen halten sich für zu dick, manche Frauen setzen ihre Kindergartenkinder auf Diät. Der Wert eines Frauenkörpers wird daran gemessen, wie “fuckable” er ist.

Frauen*, lasst diese Scheiße sein. Macht nicht mehr mit, steigt aus. Das erfordert Arbeit an den eigenen, erlernten Gedankenmustern, aber es lohnt sich. Ihr seid schlau, informiert euch. Und dann nutzt eure Energie zu all den Dingen, die ihr eigentlich tun wollt, statt dazu, über euer Aussehen dabei nachzudenken. Nutzt eure Energie dazu, die Person zu sein, die ihr immer sein wolltet und engagiert euch für alles, was einem Menschen in dieser Welt am Herzen liegen kann – findet Heilmittel gegen Krebs, beendet den Welthunger, studiert Physik, habt Freude an eurer Familie und euren Freunden, spielt mal wieder ein anständiges Brettspiel, schreibt ein Buch, lernt Stricken oder einen Motor zu reparieren. Es gibt so viele Sachen, die gut tun und die unsere Aufmerksamkeit verdient haben. Überlegt mal, warum euch all diese Suggestionen über euren Körper davon abhalten sollen, eure Energie für etwas anderes einzusetzen. Wer profitiert davon? Wir sicherlich nicht.

“Durch diese Schönheits- und Körpernormen werden Frauen auf ihr Äußeres beschränkt, welches angeblich immer mangelhaft ist und bleibt – damit sind Frauen immer mangelhaft und unzureichend. Damit sind Frauen aber auch immer schwach und angreifbar. Um dies auszugleichen wollen Frauen sich anpassen, sie unterdrücken ihren Körper und werden damit selbst unterdrückt. Frauen werden damit abgelenkt von anderen Themen – sie werden damit dumm gehalten. Denn welche sich ausschließlich um die Anpassung ihres Körpers kümmert, hat keine Zeit mehr für das Leben selbst, keine Zeit um sich politisch zu engagieren und lästige Fragen zu stellen. Und das hat System. Frauen wird systematisch der eigene Körper entfremdet, geraubt und verwehrt.”

ARGE Dicke Weiber auf missymagazine.de

Und es gibt eine Menge Stock Photos, die ein schöneres, vielfältigeres, stärkeres Bild von Frauen transportieren. Schaut euch mal um und stellt euch vor, ob die Welt anders wäre, wenn die Medien nur noch diese Bilder verwenden würden.

Lean In Collection: “eine Bildersammlung selbstbewusster Frauen, Mädchen und all jener, die sie unterstützen.” und auf Buzzfeed 44 Beispiele aus dieser Sammlung.

In diesem Sinne:

 

Müde

Inzwischen habe ich sowohl bei tumblr als auch hier bei wordpress eine knapp zweistellige Follower-Zahl erreicht – Schaumwein für alle!

Deshalb schreibe ich tatsächlich ein kurzes Update über mich. Whoa. Diverse Psychotests im Internet (fast so gut wie die damals in der Bravo,probiert es aus!) bescheinigen mir zwar eine enorme Portion Narzissmus, komischweise fällt es mir aber schwer, direkt über mich zu schreiben. Deshalb immer alles mit Augenzwinkern und in dieser ganzen distanzierten, gezwungen-selbstironischen Art, die ich an mir hasse.

Diese ganze Woche war so extrem anstrengend, dass ich mich einen Tag an der Arbeit krank melden musste und überlege, ob ich meinen ehrenamtlichen Job in unserem Kindergarten aufgebe. Es ist zwar toll, sich gebraucht zu fühlen und schmeichelt meinem Ego enorm, aber mein Therapeut hat auch schon irgendwie recht, wenn er sagt, “Was nützt der beste Therapeut, wenn er tot ist?” (Er fuhr dann damit fort, mich zu rügen, weil ich mich in seinen Augen überfordere. Da könnte… was dran sein.) Wenn zusammenbreche, hat am Ende keiner was davon.

Warum stelle ich mich so an, wenn ich mal eine Woche lang etwas mehr Stress habe als sonst? Wer das ernsthaft fragt, dem kann ich jetzt einen offiziellen Wisch vom Versorgungsamt unter die Nase halten, der einen Grad der Behinderung von 40 bestätigt. Und verdammt nochmal, so fühle ich mich auch. Es hat schon seine Gründe, dass ich in unserer Battlestar Galactica Board Game-Runde meistens Präsidentin Roslin spiele*. In related news, ich habe wenigstens nicht mehr täglich Schmerzen von meinen neuen Medikamenten.

Ich schleppe mich also vorwärts in der Hoffnung, dass mit dem kühleren Wetter auch meine Fatigue etwas zurückgeht und ich mich an all die Veränderungen in kurzer Folge langsam gewöhne und der Stress nachlässt. Irgendwie wird schon alles gut werden. Einen besseren Schluss für diesen Artikel finde ich gerade einfach nicht. Außer vielleicht, um den Bogen von Krankheit zu Fandom endgültig zu schließen, ein Gedanke, der vielen Gesunden sehr fern und vielleicht nicht einleuchtend ist (was mein Therapeut “Die Selbstvergessenheit der Gesundheit” nennt): viele Menschen müssen um das, was man gemeinhin “Gesundheit” nennt, jeden Tag kämpfen. Mal gelingt das besser, mal schlechter. Und es ist jeden Tag aufs Neue anstrengend – hunderte kleine Kämpfe an verscheidenen Fronten und man weiß einfach nicht, ob das alles überhaupt einen Sinn hat. Dann hilft nur noch ein Mantra, das die Motivation ersetzt, bis man irgendwann wieder Boden unter den Füßen hat. Und alles wieder von vorne losgeht. Ihr könnt euch vielleicht inzwischen denken, welches eines meiner Mantras ist.

In diesem Sinne: WE WILL DEFEAT THE CYLONS! SO SAY WE ALL!

President Laura "Put him out the air lock" Roslin

President Laura “Put him out the air lock” Roslin – my personal inspiration

 

*) Im Gegensatz zu den anderen Spielfiguren muss Präsidentin Roslin für eine simple Spielaktion (eine Location zu aktivieren) zwei Karten ablegen. Weil sie tödlich krank ist. Most badass president ever.

Depression is not a Disease but an Indication that Human Consciousness needs to Change

phrixus:

I love this article. For German readers I can recommend the book “Irre! – Wir behandeln die Falschen: Unser Problem sind die Normalen” by Manfred Lütz, a notable German theologian and psychiatrist. Please click the link below to the original article.

Originally posted on Voces del Tierra:

Robin Williams

What Dreams May Come-Robin Williams  RIP

After hearing the sad news of Robin Williams and his suspected suicide, I am really tired of hearing some people refer to depression as a ‘disease’. It is not a disease, but more chemical and emotional imbalance of the brain, normally affected by long-term stress, deep trauma or grief, for some it is difficult to diagnose the root cause. Here is a good article written by Dr John Grohol on defining Depression for those of you that are insistent on calling it a ”disease”.

 Furthermore,  should it really be referred to as a ‘mental illness’ either? Through my research and personal experiences, depression is an understandable psychological reaction to the stress and violent deformities of the modern world.

I have tried a number of conventional and non-conventional methods to treat my own depression and I feel the most valuable activities are spending time in…

View original 1,208 more words

Kekskind – Cuisine

Kekskind: “Ist das Fleisch?”

Ich: “Das ist Fisch.”

Kekskind: “Ist das Speck?”

Ich: “Das ist Fisch, Mäuschen.”

Kekskind: “Popcorn?”

Ich: “Nein… das ist Fisch.”

Kekskind: “Kann ich noch mehr Speck haben?”

Ich: (Seufz) “Ja, du kannst noch mehr Fisch haben.”

Keksind: “Ich mag Fleisch am LIEBSTEN. Ich esse immer Fleisch.”

 

Ich habe ganz ehrlich keine Ahnung, wie dieser Dialog zustande kommen konnte. Aber ich war dabei, also muss es wohl passiert sein.

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Kekskind – Fandom

So, yeah, tonight I wrote an email to the KIKA, Germany’s #1 children’s TV channel, because they cancelled the favourite show of my little one. Yes, well, as it seems, I am one of those moms now.

But if you had seen how she cried desperate, silent tears because with her nearly three years she fully understood that the show should be on today and it wasn’t, so it was taken away from her…

She is one of us. An adorable, small fangirl, yearning for the next episode of a show about two merkats living together, solving mysteries. Her heart beats with our hearts.

 

#nofriendzone – phrixuscoyote.tumblr.com

Das Kekskind weint um seine Lieblingsserie. Sie ist eine von uns.

Kekskind-Architektur: Die Scheune

Oma: “Und wo haben wir die Gänse gesehen? In der Scheune waren die Gänse, gell, Keksi.”

Kekskind: “Weißt du, Mama, die Gänse, die waren in der… in der…”

Oma: “Wo waren die Gänse?”

Kekskind: “Die waren in der… in der… die waren in dem Strohgebäude.”

 

Das Kekskind braucht keine Mainstream-Wörter. Es hat seine eigenen Wörter, korrekt gebildete Komposita mit durchschlagender Aussagekraft. “Scheune”, was soll das überhaupt sein.

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